IBBA JBBL Team in Moskau
Freitag, den 06. November 2009 um 18:41 Uhr    Drucken E-Mail

In der 2 .Woche der Herbstferien war die IBBA - JBBL- Mannschaft Teil einer Berliner Jugend-Delegation und reiste im Rahmen der Städtepartnerschaft  mit Berlin in die russische Hauptstadt Moskau.

Weitere Teilnehmer, des vom Berliner Senat organisierten Jugendaustausches, waren die weiblichen und männlichen U16 – Landesauswahlmannschaften im Volleyball und Handball sowie die Basketballmädchen vom TuS Lichterfelde.

Neben den nominierten Spielern (s. u) und Coach Milan Pesic wurde das Team noch durch die beiden Physiotherapeuten Katie und Janina sowie Susanne und Kandi Atmowihardjo als „Versorgungsasssistenten“ verstärkt. Nach reibungsloser Anreise über Tegel nach Moskau begrüßte uns unser russischer, sehr freundlicher und sprachkundiger Reisebegleiter VLAD und bugsierte uns zu unserem EIGNEN Basketball-Bus, der uns für die nächsten Tage zur Verfügung stehen würde. Weiterhin wurden wir mit den etwas unangenehmeren russischen Witterungsbedingungen sowie mit einem, uns bekannten, speziell in Moskau aber eine völlig andere Dimension annehmenden Phänomen konfrontiert: dem STAU! Dieser ist über weite Teile des Tages zu bestaunen, was bei ca. 3,5 Millionen Fahrzeugen auch kaum verwunderlich erscheint.
Trotzdem erreichten wir dann unser Dominzil für die nächsten 5 Tage – das Jugendsporthotel – in 2-3 Bettzimmern ausreichend komfortabel, im großen und ganzen akzeptable Verpflegung, Internetlounge und sogar TV auf den Zimmern.

Dies war der Ausgangspunkt für die täglichen Exkursionen, va. in die ca. 45 Busminuten (wegen des STAUS! Und natürlich den moskauer Dimensionen – Moskau ist 1000 Quadratkilometer groß) entfernte Basketball Elitekaderschmiede TRINTA. Hier werden die Moskauer Kadermannschaften gezwiebelt und das – wie wir es dann auch selbst erlebt haben – ziemlich erfolgreich, wie unter anderem Bilder von u. a. Andrej Kirilenkow dokumentierten.

Am Tag 2 fand ein erstes Training in der sehr gutausgestatteten Halle (Zuschauer-Tribünen, elektronischen Anzeigetafeln an beiden Längsseiten, Parkettboden) statt.
Am darauffolgenden Tag stand zunächst die Eröffnungsfeier auf dem Programm. Unsere freundlichen, großzügigen, russischen Gastgeber hatten keine Kosten und Aufwand gescheut. Verschiedene Tanzformationen – Rock and Roll, rhythmische Sportgynastik, Modern Dance – zeigten auf sehr hohem Niveau ihr Können, hinterließen staunende Zuschauer und bekamen ausgiebigen Applaus. ............  da muß sich Berlin für den geplanten Gegenbesuch 2010 ganz schön strecken!

Nach Grußworten vom Präsidenten des Landessportbundes Klaus Böger und seines russischen Gegenparts ging es dann richtig los: IBBA gegen die Moskauer Kadermannschaft U16 , die 6 russische Nationalspieler in den Reihen hat. Das konnte man auch sehen, allesamt physisch starke und technische versierte Spieler, mit sehr guter Treffsicherheit von „draußen“. In Russland ist der Altersklasse U16 Ball-Raum-Verteidigung erlaubt, so dass die IBBA hier Probleme hatte. Das Ende vom Lied war ein recht eindeutiger Sieg unserer Gastgeber mit 17 Punkten Unterschied.

Also war für das Re-Match Schadensbegrenzung angesagt. Coach Milan Pesic bereitete die Jungs in einer Art Crashkurs auf die „ russische Zone“ vor. Und schon sah es am nächsten Tag ganz anders aus. Die Mannschaften waren völlig auf Augenhöhe , die Führung wechselte häufig. Letztendlich gewannen die Russen denkbar knapp mit 71:70 in den letzten Sekunden. Trotz dieser Niederlage waren unsere Jungen und ihr Coach – berechtigter Maßen – stolz auf die Leistung – gegen eine Mannschaft von sicherlich hohem internationalen Niveau mitgehalten zu haben.

Die Basketball Mädchen waren, wie auch die Volleyballer, leider chancenlos und verloren eindeutig ihre Begegnungen. Lediglich die Handballer konnten den Spies umdrehen und schlugen die staunenden russischen Gastgeber glatt. Damit war der sportliche Teil der Begnung abgeschlossen. Weitere Highlights waren eine sehr informative Führung durch den beeindruckenden Kreml sowie ein nicht weniger schöner Besuch des weltberühmten russischen Staatszirkus. Ein Wehrmutstropfen war sicherlich, das die Spiele der verschiedenen Sportarten jeweils in verschiedenen Hallen stattfanden und somit von den Sportlern der anderen Disziplinen nicht mitverfolgt und angefeuert werden konnten. Auch eine Begegnung mit russischen Sportlern außerhalb der Spielfeldes wäre wünschenswert gewesen.

Insgesamt aber waren die Tage in Moskau für alle Beteiligten spannend und informativ und  ein exzellenter Anfang einer hoffentlich langen Reihe weiterer zukünftiger Begegnungen.

Coach: Milan Pesic
Spieler: Oben Ebot-Etschi, Mauricio Marin , Robin Jorch, Lennart Boecksteegers, Moritz Treml, Lino Atmowihardjo, Domink  Kleine, Colin Craven, Jacob Mampuja, Max Pinkert, Axel Schilling, Alexander Lietz, Luca Kamber.